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MacBook Pro 15” Testbericht

Hier mein Testbericht zum neuen Macbook Pro 15” - Core i5 (2,4Ghz) mit High Res Display.
Zuerst als Anmerkung dies ist mein erster Mac, ich bin Umsteiger aus der Windows Welt.

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Da ich noch Schüler bin habe ich natürlich von der Möglichkeit gebraucht gemacht über Unimall zu bestellen. Unimall arbeitet eng mit Apple zusammen und wenn man bei Unimall einkauft wird man in den Apple Unimall Store weitergeleitet. Der Einkauf unterscheidet sich von dem im Apple Bildungsstore überhaupt nicht. Nebenbei liegt Unimall preislich unter dem Education Store und man bekommt noch eine Zugabe, z.B. das neueste Parallels dabei. Das Notebook kommt direkt von Apple es sind keinerlei Einschränkungen vorhanden. Nachdem das neue Macbook Pro dann endlich draußen war, hab ich mich zum Kauf entschieden. Da ich viel Platz auf dem Bildschirm brauchte, hab ich mich für das High Res Glossy Modell entschieden. Zuerst wollte ich das Anti Glare High Res bestellen, doch an Hand von Vergleichen die sich im Internet finden und meines Vorgänger Notebooks das ebenfalls Glossy ist, hab ich mich dann doch für Glossy entschieden. Das matte Display hat einen silbernen Rahmen und bei direkter Sonneneinstrahlung wirkt das Licht diffus und milchig auf einem matten Display. Mein Gehirn vermag etwaige Spiegelungen auszublenden. Dazu aber später mehr. Ich also mein Macbook Pro als BTO bestellt. Es hat ca. 16 Tage gedauert, weil die BTO Modelle extra für den Bestellenden angefertigt werden und von Shanghai nach Deutschland transportiert werden müssen. Am 12. Mai kam das Macbook Pro dann endlich an und ich packte es voller Erwartung aus. Alleine das Auspacken ist ein Genuss. Das Book ist sicher und platzsparend verpackt. In der Packung befinden sich neben dem Macbook noch das Netzteil, sofern bestellt die Adapter und ferner noch DVDs (Software) ein Bildschirmputztuch und Anleitungen die aber vermutlich niemand lesen wird. Nicht zu vergessen 2 große Apfelaufkleber.

Inbetriebnahme:
Das Macbook kann sofort nach dem Auspacken in Betrieb genommen werden. Man sollte zwar das Netzkabel anschließen, aber ein komplettes Aufladen vor der ersten Benutzung ist nicht erforderlich. Hinzu kommt dass der Akku mit 99% schon voll aufgeladen war. Ich also das Macbook angeschaltet, wie von Apple gewohnt lässt sich das System binnen weniger Sekunden einrichten. Nur eben Namen, Email, Passwort eingeben und ab gehts. Wlan Konfiguration Treiberinstallationen und. Co. macht alles der Mac bzw. sind nicht nötig. Nun kann man einfach per externer Festplatte seine Daten migrieren oder auch das Netzwerk nutzen. Alles funktioniert Apple-typisch einfach.

Design und Verarbeitung:
Die Verarbeitung ist grandios. Das Alu fühlt sich super an. Alles ist perfekt verarbeitet. Das Display ist schön groß und hell. Nichts knarzt knackt oder wackelt. Der aktuelle Ladestatus kann anhand von kleinen LEDs an der linken Seite abgefragt werden. Auf der linken Seite befinden sich alle Anschlüsse. Rechts befindet sich das SuperDrive + Kensigton Lock. Auf dem Display Deckel prangt der schöne leuchtende Apfel (sofern das Book an ist). Das Trackpad fühlt sich angenehm an, seine gesamte Fläche dient als Taste, jedoch kein Tippklicken (auch möglich), sondern ein haptischer Klick. Die Tastatur fühlt sich gut an, für mich ein wenig schwammig aber absolut in Ordnung. Die Beleuchtung ist wirklich hilfreich, dachte vorher dass sei Spielerei, ist aber wirklich nützlich.

Display:
Für einige Kaufinteressenten eventuell von Relevanz. Wie bereits oben erwähnt hab ich mich für das High Res Display aber in der Glossy Variante entschieden. Als ich 2 Tage vor Erhalt des Macbooks ein Win Notebook mit 1650*1050 Auflösung gesehen habe, dachte ich mir, oh mein Gott was hast du dir da bestellt. Alles war so klein und man konnte fast nichts erkennen. Als ich dann aber das Macbook anschaltete und das Display sah war ich begeistert. Alles war super aufgelöst, nichts zu klein, genau die richtige Größe. Das Display ist schön hell und für ein TN-Display relativ blickwinkelstabil. Das Display reguliert die Helligkeit selbst, was wirklich sehr gut funktioniert. Entweder fungiert die iSight als Messdiode oder es befindet sich eine zusätzliche an der Position. Sobald man beispielsweise sein Hand davor hält dunkelt das Display ab und die Tastaturbeleuchtung geht an. Beide lassen sich jedoch auch manuell regulieren. Entsprechende Tasten finden sich auf dem Keyboard. Das Display ist mit einer Glasscheibe versehen und folglich treten Spiegelungen auf, die mich aber persönlich kaum stören. Selbst draußen kann man mit dem Book wirklich super arbeiten. War das ganze Wochenende mit dem Book draußen und konnte, zwar mit voller Displayhelligkei, alles erkennen auf dem Panel. Zwar treten draußen mehr Spiegelungen auf, aber das Gehirn vermag umzuschalten. Ob ein mattes Display draußen unbedingt besser ist, vermag ich als Laie nur marginal zu beurteilen. Bei Sonneneinstrahlung ist meines Erachtens nach Glossy sogar besser ablesbar als ein mattes Display. Im Internet finden sich zahlreiche Vergleiche, einfach mal googeln. Bezüglich Ausleuchtung oder Kalibrierung kann ich nichts berichten, weil ich mich diesbezüglich einfach nicht auskenne und dem Ganzen keine Beachtung schenke. Ferner ist Glossy ja sowieso bildverfälschend und keineswegs für den Druck gedacht.

Performance:
Das Book verfügt über den kleinen i5 Prozessor mit 2,4Ghz Takt und 2!! Kernen. Kann aber 4 Threads ausführen und dynamisch übertakten sofern nur ein Kern genutzt werden kann. Vorab möchte ich darauf hinweisen, das das Macbook für mich eigentlich überdimensioniert ist, deshalb kann ich die Power die hinter dem Prozessor steckt nicht adäquat beurteilen. Für mich ist das Book rasend schnell keine Spur von Haken und Ruckeln, es erledigt alle Aufgaben zuverlässig und schnell. Bei meinem Windows Notebook war das eine absolute Katastrophe, beim Macbook kann ich mehrere Anwendungen gleichzeitig ausführen und alles bleibt trotzdem spürbar flüssig. Flaschenhals bei den Books ist Heutzutage die Festplatte. Sofern ihr genug Geld habt legt euch eine SSD zu, damit geht das Book ab wie eine Rakete. Ich hab die 320 GB Festplatte und die Performance ist immer noch super. Solange ihr nicht Extremtests wie, einmal alle Programme öffnen, vorhabt, ist alles super schnell.

Grafik:
Das Book hat 2 Grafikchips die von der Apple Software dynamisch je nach Bedarf eingesetzt werden. Einmal die im Prozessor ingegrierte Intel HD und die Geforce GT 330m mit 256 MB VRAM. Man kann einstellen ob das System dauerhaft die „bessere“ Grafikkarte benutzt, oder automatisch wechseln soll. Eine dauerhafte Aktivierung der Intel HD ist nicht möglich. Der Wechsel der Grafikkarten erfolgt nahezu nahtlos, ein kleines Ruckeln für einige Millisekunden und schon ist die stromsparende oder leistungsbescherende Grafikkarte aktiviert. Mit einem Zusatztool namens “gfxcardstatus” lässt sich anzeigen, welche Grafikkarte gerade aktiv ist und ferner kann man mit der neusten Version, dass bei Apple fehlende Feature der fixierten Grafikkarte nachrüsten. Bislang verläuft alles flüssig, ein Großteil der Anwendungen nutzt die Intel HD, einzig iPhoto und iMovie setzen auf die Geforce GT 330m. Entsprechende Listen finden sich im Internet. Selbst DVDs und Filme lassen sich über die Intel HD ansehen, das hat natürlich eine höhere Akkulaufzeit zur Folge. Über Spiele etc kann ich nicht viel berichten, sofern ich diesbezüglich Erfahrungen gesammelt habe werde ich sie ergänzen.

Akkulaufzeit:
Bei einem Notebook ist natürlich die Akkulaufzeit entscheidend. Apple wirbt mit 8-9 Stunden Laufzeit bei den 15“ MBP mit dedizierter Grafikkarte. Ob die erreichbar sind wage ich zu bezweifeln. Ich denke eher 6-7 Stunden sind realistisch. Für mich vollkommen ausreichend eigentlich schon überdimensioniert. Die Laufzeit ist maßgeblich von Helligkeit, WLAN bzw. Bluetooth als auch der Grafikkarte und der Prozessorlast abhängig. Letzteres zeigt sich insbesondere beim Surfen, während bei normalen Surfen ohne Last die CPU nur mit 1 -2 % ausgelastet ist steigt dieser Wert bei Flash Inhalten auf ca 6-10%. Das macht sich natürlich in Bezug auf die Laufzeit bemerkbar. Genau getestet habe ich die maximale Laufzeit nicht, ich nutze das Book einfach und es ist bis jetzt immer angeblieben auch nach einem Tag im Garten, also der Akku hält schon ziemlich lange. Für genauere Infos diesbezüglich schaut mal in den Foren oder bei Google. Für die neuen Books gibts da massig Tests, Benchmarks und Tabellen ;).

Lautstärke und Temperatur:
Auch sehr wichtig bei einem Book, insbesondere in der Preisklasse ist die Lautstärke. Ich war angenehm überrascht. Man hört nahezu nichts vom Book. Die Festplatte ist nur bei extremer Stille hörbar. Ich wohne auf dem Land wo kaum Autos fahren und habe hier fast null Umgebungsgeräusche und ich kann sie kaum ausmachen. Die Lüfter laufen sofern man im IDLE Betrieb arbeitet auf 2000rpm und man hört ein leises säuseln, aber das ist keineswegs unangenehm und fast kaum wahrnehmbar. Das Tippen auf der Tastatur ein geöffnetes Fenster und Musik sowieso, übertönen das Geräusch. Man wird in 99% aller Situationen nichts davon mitbekommen. Unter Last muss die Abwärme natürlich nach außen gebracht werden, aber Last heißt iPhoto Export über mehrere Stunden und selbst dann laufen die Lüfter nur auf 4000rpm und sind relativ leise. Temporäre Belastungen lassen das Book definitiv nicht sofort „abheben“ sondern es bleibt bei kürzeren Belastungen ruhig. Im Kontext scheint der Temperatur Aspekt vielleicht nicht unwichtig. Das Book ist im normalen Betrieb, d.h. Surfen, Musik hören, Textverarbeitung, Fotos bearbeiten anschauen, Film anschauen, auch nach mehreren Stunden angenehm kühl. Auch auf dem Schoß konnte ich keine unangenehme Temperaturzunahme feststellen, klar erwärmt es sich dort aber es ist nicht unangenehm oder gar heiß. Fordert ihr das Book mit prozessorlastigen Anwendungen wird einzig der Bereich über der Tastatur warm. Das Trackpad bzw. die Region darum auf der sich die Handballen beim Tippen befinden sind unter jeder Last angenehm kühl und dort bemerkt man nahezu nichts. Einzig der Bereich am Netzstecker und über der Tastatur wird bei Last merklich warm, aber nicht wirklich unangenehm. Das würde man zwar auf dem Schoß merken, doch wer rendert einen Film bzw. eine Diashow schon auf dem Schoß über mehrere Stunden. Kurze Belastungen des Books lassen die Temperatur am Gehäuse vollkommen unberührt.

Fazit:
Ich bin vollkommen mit dem Book zufrieden. Apple hat es geschafft ein super aussehendes, schnelles und innovatives Notebook zu bauen. Obwohl das Book um einiges teurer ist als Windows Notebooks ist, sollte man folgende Aspekte nicht vergessen:

1) Software und Hardware stammen von einem Hersteller, bzw. die Kombination beider
2) Man bekommt ein Book aus Aluminium, dass super stabil, schick und hochwertig ist und zudem noch als Kühlkörper dient
3) Dem Mac liegt ein super Softwarebundle bei, alles greift nahtlos ineinander über. Vergesst lästige Treibersuche, mit diesem Punkt kommt ihr gar nicht in Berührung
4) Integriertes Mikrofon und iSight
5) Ein stabiles innovatives (Time Machine, Grand Central Dispatch) Betriebssytem, für das keine aktive Viren existieren
6) Ihr könnt Windows trotzdem nativ nutzen (Boot Camp) oder sogar parallel mit Mac OSX via Parallels 7) Ihr bekommt ein leichtes Notebook mit überragender Akkulaufzeit, einem super Display, hintergrundbeleuchteter Tastatur und voller sinnvoller Technik (Sudden Motion Sensor, MagSafe Anschluss).

Klare Kaufempfehlung von mir.

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